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Regenwassernutzung

Ökologisches und kostenbewusstes Denken sowie steigende Wassergebühren machen die Regenwassernutzung zunehmend zu einer sinnvollen, lukrativen Ergänzung der Sanitärinstallation.
Regenwassernutzungsanlagen für Haus und Garten schonen nicht nur Natur und Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel.
Nach Expertenschätzungen kann zum Beispiel ein Drei-Personen-Haushalt mit einem 500 Quadratmeter großen Garten pro Jahr seinen Trinkwasserverbrauch um circa 60 bis 70 Kubikmeter reduzieren. Damit lassen sich jährlich 300 bis 400 DM einsparen.

Generell gilt:
Wer den Bau eines Regenwassernutzungssystems plant, sollte sich zunächst darüber klar sein, wie viel Trinkwasser durch Regenwasser ersetzt wird und für welche Zwecke es verwendet werden soll. Bisher gibt es keine allgemeinverbindlichen Rechtsvorschriften für den Bau einer Anlage. Je nach Bundesland ist aber die Installation genehmigungs- oder anzeigenpflichtig.
Für Bau und Betrieb einer Regenwassernutzungsanlage besteht ein technisches Regelwerk, das unbedingt befolgt werden muss.

Das Herzstück ist der Speicher
Er ist das wichtigste Anlagenelement und kann innerhalb oder außerhalb des Hauses installiert werden. Den Außenwassertank kann man am besten unterhalb der Garageneinfahrt platzieren. So kann der Aushub für den Wasserbehälter fast zeitgleich mit dem der Baugrube vorgenommen werden, was Aufwand, Zeit und Kosten spart. Den Innenspeicher kann man bei einer Nachrüstung im Keller unterbringen. Die Speichergröße sollte sorgfältig berechnet werden (je größer das Volumen, desto höher ist auch der Anschaffungspreis). Als Richtschnur gilt: Der Speicher sollte auf jeden Fall so viel Wasser fassen, dass zumindest eine Trockenzeit von zwei Wochen ohne Probleme überbrückt werden kann. Für regenreiche Jahreszeiten ist eine rückstausichere Überlaufvorrichtung nach DIN Norm 1986 Pflicht.

Spezialpumpen
Die Anlagenpumpe, welche das Wasser vom Speicher zu den Zapfstellen transportiert, muss absolut perfekt angepasst sein. Man kann zwischen Modellen aus unterschiedlichen Materialien wählen: aus korrosionsfreiem Edelstahl, Kunststoff oder Messinglegierungen. Zur Entleerung des Tanks werden leistungsstarke Tauchpumpen angeboten. Sie arbeiten geräuscharm und funktionieren auch bei größeren Entfernungen zwischen Speicher und Zapfstelle einwandfrei.

Filtersysteme
Zur Tankreinigung stehen unterschiedliche Filtersysteme wie Kiesfilter oder Sammler mit Mikrosieb zur Verfügung, die dem Auffangbehälter vorgeschaltet sind. Je nach Maschenweite eignen sie sich für den Anschluss an eine Hauswasseranlage oder an ein Regenfass im Garten. Für einen reibungslosen Betrieb müssen die Filter regelmäßig überprüft und gewartet werden. Mit derartigen Filtern lassen sich Partikel wie Blätter und Moos leicht entfernen, gegen Schadstoffe jedoch, die aus der Luft ins Wasser gelangen, helfen sie kaum. Zur Beunruhigung gibt es dennoch keinen Anlass: Selbst ein versehentlicher kleiner Schluck aus der Regentonne, so schätzen die Mediziner, bringt niemanden in Gefahr.

Getrennte Leitungssysteme für Trink- und Brauchwasser
In regenarmen Zeiten kommt keine Regenwassernutzungsanlage ohne zusätzliche Trinkwasserzuführung aus. Durch getrennte Leitungssysteme muss jedoch sichergestellt werden, dass kein Regenwasser ins Trinkwassernetz gelangt, was seine Qualität beeinträchtigen könnte. Bei Regenwassernutzungsanlagen fließt deshalb das Trinkwasser über einen sogenannten "freien" Auslauf in den Speicher nach. Das entspricht der Gesetzesnorm DIN 1988 Teil 4, welche die korrekte Trennung von Regen- und Trinkwasserleitungen vorschreibt. n In der Praxis heißt das: Die Betriebswasserleitungen sind als "Nicht-Trinkwasserleitungen" zu kennzeichnen und die Entnahmestellen mit dem Hinweis "Kein Trinkwasser" zu markieren.

Gartenbewässerung
Wenn das Regenwasser nur zur Gartenbewässerung benutzt wird, benötigt man: eine Regentonne oder ein Sammelbecken in Form eines Betonrings. Der Behälter wird direkt neben ein Fallrohr der Regenrinne platziert, das der Bauherr mit einer von Hand zu bedienenden Regenklappe - im Fachhandel erhältlich - versieht. Alternativ empfiehlt sich der Einbau einer Zisterne im Erdreich. Hergestellt aus Beton oder Kunststoff, kann sie entweder mit einer Handschwengelpumpe oder einer automatischen Pumpe bedient werden. Auch ein Teich bietet sich zur Gartenbewässerung an. Abgestimmt auf die Gestaltung der Außenanlage, fängt er das über die Dachrinne abgeleitete Regenwasser auf und gibt es bei Gebrauch über eine elektrische Pumpe wieder ab.

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